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veröffentlicht am 15. Juni 2019 in Uncategorized von

Diese 8 Schwangerschaftsverbote sind veraltet

Sobald man seinen ersten positiven Schwangerschaftstest in der Hand hält, kommen neben der Vorfreude auch jede Menge Sorgen dazu. Welche Verbote und Gebote gelten nun?

Als Schwangere möchte man selbstverständlich nur das Beste für das Kind. So informatiert man sich im Internet und bekommt auch gern ungefragt jede Menge lieb gemeinter Ratschläge von Freunden, Familie und Bekannten. Danach ist man meisten noch besorgter als vorher, denn viele gute Ratschläge und viele Artikel im Internet erklären immer wieder, womit Mütter ihr Kind gefährden können. Nun die gute Nachricht: viele starre Regeln gelten so nicht mehr, denn viele neue Studien raten zu einer neuen Gelassenheit. Über diese 8 Dinge müssen Schwangere sich keine Sorgen machen:


1. Der ständige Gang zum Frauenarzt

Die anfängliche Übelkeit und ständige Müdigkeit lassen so manche Schwangere doch verzweifeln, sie fühlen sich regelrecht krank. Doch eine Schwangerschaft ist keine Krankheit. Bis vor einigen Jahren war es noch ganz  normal, dass werdende Mütter sehr eng medizinisch überwacht wurden. Viele Ärzte machten alle vier Wochen einen Ultraschall, auch weil so die Schwangeren ein scheinbar „sichereres“ Gefühl hatten, dass alles in Ordnung sei. Was für Risikoschwangerschaften sicherlich wichtig ist, ist für eine normal verlaufende Schwangerschaft längst nicht mehr notwendig. Es gilt eher, etwas gelassener zu sein. Längst können sich Hebamme und Frauenarzt auf Wunsch der Mutter die Vorsorge teilen. Auch eine reine Hebammenbetreuung mit wenig Arztbesuchen wird von den meisten Kassen übernommen. Und auch verspüren immer mehr Frauen den Wunsch, ihr Kind nicht im Krankenhaus, sondern lieber im Geburtshaus oder sogar zu Hause zu gebären.

 

2. Wöchentliches wiegen

Immer noch wird im Mutterpass  die Gewichtszunahme akribisch dokumentiert. Doch längst gelten keine starren Regeln mehr, wie viel eine Schwangere zunehmen muss. Generell gilt, dass die Zunahme sich daran orientiert, wie hoch das Gewicht der Mutter vor der Schwangerschaft war. Warum dann überhaupt das Gewicht gemessen wird? Eine sehr rasche Zu- oder Abnahme kann ein Warnzeichen sein.

 

3. Ernährungsumstellung?!?

Die komplette Ernährung umstellen? Ständig Angst haben, dass das Baby auch gut versorgt wird? Das ist wirklich nicht nötig. Die wichtigste Regel: Schwangere sollten regelmäßig und ausgewogen essen. Als grobe Faustregel gilt: drei Hauptmahlzeiten und je nach Bedarf bis zu zwei Zwischenmahlzeiten. Wer unter Verdauungsproblemen leidet, sollte sondern eher kleine Portionen, dann aber mehrmals am Tag verteilt essen. Eine Empfehlung.

Ganz wichtig ist, dass die werdende Mutter ausreichend trinkt, besonders an heißen Tagen.

Einige Verbote gibt es allerdings noch immer: Schwangere sollten keine einseitigen Tage (Reistag etc.), salzarme Kost zu sich nehmen geschweige denn eine Fastenkur oder Diät durchführen. Auf rohes Fleisch, rohen Fisch und Rohkäse muss verzichtet werden.

Generell dürfen Schwangere essen, was sie mögen, sie müssen auch ihren Speiseplan nicht umstellen, auch wenn es nicht schaden kann, wenn sie auf darauf achten, hochwertige Lebensmittel zu essen. Spezielle Nahrungsergänzungen sind nicht nötig, bis auf wenige Ausnahmen, wie Folsäure und Jod, das alle Schwangeren nehmen sollten, und bei einigen Schwangeren die zusätzliche Einnahme von Eisen und Omega-3-Fettsäure DHA.

Sogar eine vegetarische oder vegane Ernährung in der Schwangerschaft ist möglich, wenn hier auf alle notwendigen kritisch potenziellen Nährstoffe geachtet wird.

 

4. Kein Verzicht um Allergien zu vermeiden

Lange galt die Devise, potentielle Allergene müssten von Schwangeren unbedingt vermieden werden. Und so verzichteten werdende Mütter auf Nüsse, Erdbeeren, Milch und Eier. Heute gilt es als bewiesen, dass diese Strategie in Hinblick auf die Vermeidung von Allergien nahezu wirkungslos ist. Im Gegenteil: wird auf wichtige Lebensmittel  verzichtet, ist das weder für die Mutter noch für das Kind gesund.


5. Toxoplasmose Gefahr durch Katze?

Ein Stubentiger? Der braucht sofort ein neues Zuhause, denn Schwangere könnten sonst Toxoplasmose bekommen! Die gute Nachricht Ist: das ist völlig veraltet – die Katze darf bleiben. Jedoch sollten Schwangere das Katzenklo nicht reinigen. Auch bei Gartenarbeiten sollten sie Handschuhe tragen, damit sie nicht versehentlich mit Katzenkot in Berührung kommen.

 

6. Fischverzehr ist nicht tabu

Fisch in der Schwangerschaft? Um ja keine möglichen Allergien auszulösen, wurde auch hier eher zu Verzicht geraten. Auch das gilt als überholt. Bis zu zwei Fischmahlzeiten in der Woche gelten als gesund. Viele Fische wie Lachs, Hering, Makrele und Sardine enthalten die wertvolle omega-3 Fettsäure DHA.

Es gilt allerdings noch immer, dass einige Fische eine höhere Schadstoffbelastung haben. Laut Greenpeace ist der am häufigsten gefundene Schadstoff das hochgiftige Quecksilber. Die Organisation rät Schwangeren, keine größeren Mengen Heilbutt, Thunfisch, Schwertfisch oder Hai zu verzehren. In Fischen und Meeresfrüchten aus Aquakultur wurden häufig Rückstände von Antibiotika und Pestiziden gemessen.

Veganer und Vegetarier bekommen ihre omega-3 Fettsäuren aus Leinöl, Lein- oder Chiasamen. Um DHA zu erhalten, sollte sie auf Supplemente auf Algenbasis zurückgreifen.

 

7. Glück herausfordern?

Wer zum ersten mal schwanger ist, schleicht meist schon sehr früh in der Babyabteilung herum und möchte am Liebsten die so winzigen niedlichen Kleidungsstücke allesamt kaufen. Lange galt es aber als Unglücksbringer, schon Monate vor der Geburt was Schönes zu kaufen. Das ist allerdings total veraltet. Sicher muss noch nichts in den ersten drei Monaten angeschafft werden. Aber wer sich in einen Mini-Pulli verliebt darf diesen erstehen. Ab Mitte der Schwangerschaft ist es sogar ausgesprochen klug, daran zu denken, was der neue kleine Erdenbürger so an Kleidung braucht. Auch ein Kinderwagen muss rechtzeitig erstanden werden, da einige Firmen lange Lieferzeiten haben.

 

8. Ausnahmen ok!

Kaffee, Cola und Tee? Auch hier galt eine strikte Warnung. Das enthaltene Koffein erhöhe den Herzschlag des Babys, sorge für geringeres Wachstum beim Kind im Bauch. Tatsächlich gilt dies für starken Konsum, aber nicht für Frauen die am Tag ein Glas Cola oder ein bis zwei Tassen Kaffee oder Tee trinken.

Schwangere dürfen auch beim Zucker für diese Getränke zugreifen, wenn sie es nicht übertreiben. Verzichten sollten sie allerdings auf Süßstoffe, da die enthaltenen Zuckeraustauschstoffe eine Wehentätigkeit anregen können.

 

In diesem Sinne wünschen wir allen, die gerade schwanger sind, eine sorglose und rundum schöne Kugelzeit – bei weniger Verboten bleibt der Kopf frei für gute Gedanken!


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