veröffentlicht am 12. Juni 2016 in Schlafen von
soll ich mein Baby schreien lassen

Soll ich mein Baby schreien lassen?

Eine der kontroversesten Diskussionen bei der Kindererziehung ist das Thema „Soll ich mein Baby schreien lassen?“ Die schon vor 30 Jahren genutzte Methode des „Schreien lassen“ wurde lange Zeit (zurecht) als grausam und unverantwortlich betitelt.

Jedoch ist sie jüngst wieder durch das Buch „Jedes Kind kann schreien lernen“ zur Sprache gekommen.

Das „Ferbern“ wird das von Dr. Richard Ferber entwickelte Schlafprogramm genannt. Dabei geht es darum, das Baby kontrolliert schreien zu lassen, damit es lernt, dass in der Nacht keine Eltern zur Beruhigung herbeieilen. Dieses Prinzip funktioniert, da das Baby irgendwann traurig und erschöpft nachgeben geben wird, wenn es merkt, dass seine Eltern ihn nicht trösten werden. Dass das gravierende Folgen hat, davor warnen Psychotherapeuten, Psychologen und Ärzte.

Baby schreit nur aus Manipulation

Viele Eltern fühlen sich nach langen, schlaflosen Nächten hilflos ihrem Baby ausgesetzt und haben das Gefühl, dass das Baby sie ärgern oder gar manipulieren möchten. Sie haben regelrecht das Gefühl, dass das Baby sie vollkommen im Griff hat und es sie erzieht, anstatt andersherum. Wenn sie dann auch noch verwunderte Kommentare ihrer Umwelt hören „Wie euer Baby schläft noch nicht durch?“ löst dies noch mehr Unzufriedenheit aus. Am liebsten würden sie manchmal ihr Baby schreien lassen.

Warum Du das aber auf keinen Fall machen solltest, verrate ich dir gleich…

Die Wahrheit sieht jedoch vollkommen anders aus. Wenn ein Baby schreit, will es den Eltern irgendetwas sagen. Es hat entweder Hunger, ihm ist kalt, die Windel ist voll, ihm ist langweilig oder es fühlt sich allein. Nachts wacht ein Baby mehrmals auf, um seine Sicherheit zu prüfen. Denn es fühlt sich in der großen weiten Welt wehrlos und ungeschützt, es fühlt Todesangst.

Diese Angst ist in jedem Mensch tief verankert und kommt noch aus der Zeit, in der Eltern ihre Babys vor schrecklichen Gefahren, wie wilden Tieren schützen mussten. Auch Erwachsene prüfen nachts immer wieder ihre Sicherheit, vergessen aber die Aufwachphasen und schlafen sofort wieder ein.

Fingerabdruck auf emotionaler Ebene

Das 1. Jahr des Babys ist das prägenste, quasi der Fingerabdruck auf emotionaler Ebene. In diesem Jahr entsteht die Bindungsfähigkeit, also wie der Mensch in späteren Beziehungen seine Emotionen zeigen kann. Auch wird hier festgelegt, wie selbstbewusst das Baby ist. Denn aus dem Urvertrauen entsteht das Selbstvertrauen. Wenn es Risse im Urvertrauen bekommt, spiegelt sich dies auch auf das zentrale Nervensystem wieder.

Denn Schreien lassen bedeutet auch, dass das Baby einem hohem Stressfaktor ausgesetzt ist. Können die Stresshormone nicht abgebaut werden, hat dies erhebliche Folgen. Es wird später eher ängstlich und unentspannt sein und leichter erregbar. Außerdem zeigten Studien, dass Babys, die man lange schreien ließ, ein schlechteres Immunsystem haben und öfter krank werden. Auch können Lernprobleme, Schlafprobleme bis hin zu Depressionen die Folgen sein.

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Was hilft wirklich? Baby schreien lassen?

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Schreit dein Kind, solltest du es ihm sofort klar machen, dass es nicht allein ist. Durch Berührungen wird Oxytocin im Gehirn freigesetzt. Dadurch sinkt der Spiegel der Stresshormone. Oftmals bewirken schon kleine Berührungen, wie eine Hand auf dem Bauch oder Händchen halten, wahre Wunder. Andere Babys lassen sich nur auf dem Arm beruhigen. Du solltest dein Baby auf keinen Fall schreien lassen.

Außerdem schlafen viele Babys bei schaukelnden Bewegungen viel leichter ein. Denn schon im Mutterleib wurde das Baby ja ständig hin und her bewegt. Vielleicht ist dir auch schon mal aufgefallen, dass dein Baby nachts viel aktiver war. Immer wenn du dich zur Ruhe legen wolltest, fing dein Baby sicherlich viel mehr zu strampeln an und hat dich nachts wachgehalten.

In der Baby Hängematte ist dein Baby so eng umschlungen wie im Mutterleib und kann durch die sanften schaukelnden Bewegungen leichter in den Schlaf finden.

Ebenfalls sind abendliche Rituale wichtig, um dem Baby zu zeigen, dass es nun schlafen darf. Dies können z. B. Bücher sein, die man sich vor dem Einschlafen gemeinsam anschaut und monotone Gute-Nacht Lieder. Wenn dies jeden Tag passiert, weiß das Baby, dass es nun ins Bettchen geht und weiß was zu tun ist.

5 Jahre im Elternbett?

Wie schon vorher geschrieben, ist es völlig normal, dass Babys nicht durchschlafen. Eine allgemeingültige Regel gibt es nicht. Leider wird in unserer westlich geprägten leistungsorientierten Welt schon von 1-jährigen Babys erwartet, endlich durchzuschlafen. Interessanterweise schlafen Babys in anderen Ländern (z. B. in den südlichen Ländern) viel länger im Elternbett bzw. gleichen Raum wie die Eltern – bis zu 5 Jahren.

Wichtig ist, dass du deinem Kind immer zeigst, dass du für ihn da bist und auf dich zählen kann. Wie du dein Baby am besten beruhigen kannst, wirst du ganz schnell selber herausfinden und ist so individuell, wie der Zeitraum, wann es endlich durch schläft. Wenn du geduldig und fürsorglich mit deinem Baby umgehst, heißt das nicht, dass du es verwöhnst. Dein Mutter/Vaterherz zeigt dir schon ganz genau, was sich richtig und falsch anfühlt.

Wenn man wirklich auf dein Gefühl hört, mag wohl die wenigsten Eltern das Baby schreien lassen, oder?

Soll ich mein Baby schreien lassen!

Wie stehst du zu dem Thema? Kannst du dein Baby schreien lassen?


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